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Silikone.

Von dauerelastischen Dichtungen bis zum biokompatiblen Implantat-Silikon: Silikone vereinen Temperaturbeständigkeit, Elastizität und elektrische Isolation wie kaum eine andere Materialklasse.

Überblick

Grundlagen

Silikone (Polysiloxane) basieren auf einem anorganischen Silizium-Sauerstoff-Grundgerüst mit organischen Seitengruppen. Daraus ergibt sich ihre typische Kombination aus Temperaturbeständigkeit (meist −50 bis +200 °C), UV- und Witterungsstabilität, elektrischer Isolation und dauerhafter Elastizität. Unterschieden wird vor allem nach Vernetzung: RTV-1 härtet einkomponentig durch Luftfeuchtigkeit und eignet sich für Dichtungen und Verklebungen; RTV-2 ist zweikomponentig und vernetzt entweder additionsvernetzend (platinkatalysiert, schrumpfungsarm, medizin- und lebensmitteltauglich) oder kondensationsvernetzend (zinnkatalysiert, robust gegenüber kritischen Untergründen). Für die Auswahl entscheidend sind Härte (Shore A), Viskosität und Topfzeit, Temperaturbereich, Zulassungen (z. B. ISO 10993, USP Class VI) sowie der Untergrund.

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Silikone kommt unter anderem in diesen Branchen zum Einsatz.

Domande frequenti

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen RTV-1 und RTV-2?

RTV-1 ist einkomponentig und härtet durch Luftfeuchtigkeit von aussen nach innen – ideal für Dichtnähte und Verklebungen mit begrenzter Schichtdicke. RTV-2 ist zweikomponentig, härtet durchgehend unabhängig von der Luftfeuchtigkeit und erlaubt präzise, schrumpfungsarme Abformungen und Vergüsse auch in dicken Schichten.

Welche Shore-Härte ist die richtige?

Weiche Typen (Shore A 10–30) sind dehnbar und dichtend, mittlere (40–60) ein guter Allrounder, harte (70–90) form- und abriebstabil. Massgeblich sind mechanische Belastung, Rückstellverhalten und Entformbarkeit.

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