Glossar.

Fachbegriffe aus Silikontechnik, Klebtechnik und Verguss, kurz und verständlich erklärt. Das Glossar unterstützt beim Lesen technischer Datenblätter und bei der Einordnung chemisch-technischer Produkte: von RTV-Silikonen über Dichtungstechnik bis zur Vergussmasse.

Begriffe

Fachbegriffe A bis Z

Allgemeine Begriffserklärungen, keine Produktzusicherung. Verbindlich ist das technische Datenblatt.

0-9

1K-System

Einkomponentig und gebrauchsfertig, ohne Anmischen. Härtet durch Feuchte, Wärme, Licht oder Luftabschluss.

2K-System

Zweikomponentig, Basis und Härter werden vor Gebrauch im richtigen Verhältnis gemischt.

A

Abschirmdämpfung

Mass für die Wirksamkeit einer Abschirmung, angegeben in Dezibel.

Acryldichtstoff

Überstreichbarer Dichtstoff für den Innenbereich und untergeordnete Fugen. Begrenzt dehnfähig.

Acrylharz

Schnellhärtendes Harz für Modellbau, Reparatur und Mineralguss. Gute Massgenauigkeit, oft geruchsarm.

Additionsvernetzung

Vernetzungstyp platinkatalysierter RTV-2- und LSR-Silikone. Härtet ohne Abspaltung von Nebenprodukten, dadurch schrumpfungsarm und massgenau, auch in dicken Schichten. Empfindlich gegen Inhibierung.

Adhäsion

Haftung des Klebstoffs zum Untergrund. Hängt von Oberflächenenergie, Sauberkeit und Vorbehandlung ab.

Aktivator

Hilfsstoff, der die Aushärtung beschleunigt oder auf passiven Oberflächen erst auslöst, etwa bei Cyanacrylaten und anaeroben Klebstoffen.

Anaerobe Klebstoffe

Einkomponentig, härten unter Luftabschluss und in Kontakt mit Metall, an Luft bleiben sie flüssig. Typisch für Schraubensicherung, Welle-Nabe-Verbindungen und Gewindedichtung.

Anti-Seize

Montagepaste, die Festfressen, Kaltverschweissen und Korrosion an Schraub- und Steckverbindungen verhindert.

Antihaftbeschichtung

Oberfläche, die das Anhaften von Medien reduziert, oft auf PTFE- oder Silikonbasis.

Anziehzeit / Handfestigkeit

Zeit bis zur ersten belastbaren Festigkeit, ab der die Teile fixiert sind. Die Endfestigkeit wird später erreicht.

ASTM E595

Standard-Ausgasungstest für die Raumfahrt mit den Kennwerten TML und CVCM.

Auftragsmenge / Raupe

Applizierte Materialmenge, etwa als Raupe definierter Breite und Höhe.

Aushärtegrad

Fortschritt der Vernetzung. Unvollständige Aushärtung mindert die Eigenschaften.

Aushärtemechanismus

Art, wie ein Klebstoff fest wird, etwa feuchte-, wärme-, licht- oder anaerob-induziert. Bestimmt Verarbeitung und Einsatzgrenzen.

Austraggerät

Hand-, Druckluft- oder Akkugerät zum Auspressen von Kartuschen.

Avionik

Bordelektronik der Luftfahrt. Verlangt Schutz vor Vibration, Temperatur, Feuchte und teils geringe Ausgasung.

B

Barcol-Härte

Härtemass für ausgehärtete Harze und Laminate. Dient der Aushärtekontrolle.

Batteriepack-Verguss

Verguss und Entwärmung von Zellen und Modulen, oft mit thermisch leitfähigen, flammgeschützten Massen.

Beizen / Anrauen

Chemische oder mechanische Vorbehandlung, die die Haftung durch grössere, aktivierte Oberfläche verbessert.

Benetzung

Ausbreiten des flüssigen Klebstoffs auf der Oberfläche. Gute Benetzung ist Voraussetzung für tragfähige Haftung.

Beschleuniger

Zusatz, der Aushärte- oder Abbindezeit verkürzt. Die Dosierung beeinflusst Topfzeit und Endeigenschaften.

Bioharz

Harz mit teilweise biobasierten Rohstoffen, als nachhaltigere Alternative zu rein fossilen Systemen. Eigenschaften je nach Produkt.

Brechungsindex

Optische Kennzahl, wichtig bei Klarharzen und optischem Verguss.

Butyldichtstoff

Dauerplastischer, dampfdichter Dichtstoff. Eingesetzt zum Abdichten gegen Feuchte und Gase, etwa im Isolierglasbau.

C

Chargennummer

Kennung, die ein Produkt einer Produktionscharge zuordnet. Basis der Rückverfolgbarkeit.

CIPG

Dichtraupe, die vor dem Fügen vollständig aushärtet. Ergibt eine vorkomprimierte, wiederöffenbare Dichtung.

COA

Analysenzertifikat, das die Messwerte einer konkreten Charge dokumentiert.

COC

Konformitätsbescheinigung, dass eine Lieferung der Spezifikation entspricht.

Composite-Verklebung

Verkleben von Faserverbundbauteilen, oft mit Epoxid- oder MMA-Strukturklebstoffen und passender Vorbehandlung.

Conformal Coating

Dünner Schutzlack, der die Konturen einer bestückten Leiterplatte nachbildet und vor Feuchte, Staub und Chemie schützt. Basis je nach Typ Acryl, Silikon, Polyurethan oder Parylen.

Coronavorbehandlung

Elektrische Entladung, die unpolare Kunststoffoberflächen für Klebung und Druck aktiviert.

cSt

Einheit der kinematischen Viskosität, verbreitet bei Silikonölen.

CVCM

Anteil flüchtiger, kondensierbarer Bestandteile nach ASTM E595. Grenzwert für Raumfahrt meist 0,1 Prozent.

Cyanacrylat

Sekundenkleber, der durch Spuren von Luftfeuchtigkeit in Sekunden aushärtet. Hohe Anfangsfestigkeit auf kleinen, gut passenden Flächen, schwach bei Spalt, Schälung und dauerhafter Feuchte oder Wärme.

D

Dam-and-Fill

Zweistufiges Verfahren, bei dem zuerst ein Damm gesetzt und dann gefüllt wird. Erlaubt gezielten Verguss begrenzter Bereiche.

Dauerelastisch vs. dauerplastisch

Dauerelastische Dichtstoffe stellen sich nach Verformung zurück, dauerplastische bleiben verformt. Die Wahl hängt von der Fugenbewegung ab.

Dauergebrauchstemperatur

Temperaturbereich für den dauerhaften Einsatz. Kurzzeitspitzen können höher liegen.

Dekontaminationsbeständigkeit

Beständigkeit gegen Reinigungs- und Dekontaminationsmedien, relevant in Verteidigung und Medizin.

Dichte

Masse je Volumen. Relevant für Gewicht, Ergiebigkeit und Mischberechnung.

Dielektrizität

Elektrische Isolierfähigkeit eines Materials. Grundvoraussetzung für Vergussmassen in der Elektronik.

Doppelkartusche

Zwei getrennte Kammern für 2K-Material, ausgetragen über einen Statikmischer.

Dosiernadel

Aufsatz für die präzise Applikation kleiner Mengen.

Dosierroboter

Automatisierter Auftrag von Raupen, Punkten und Flächen mit hoher Wiederholgenauigkeit.

Dosierventil

Bauteil für definierten, reproduzierbaren Materialaustrag in der Fertigung.

Durchschlagfestigkeit

Maximale elektrische Feldstärke, die ein Material vor einem Durchschlag aushält, in kV/mm. Wichtiger Kennwert für Isolation und Verguss.

Dynamischer Mischer

Aktiv angetriebener Mischer für anspruchsvolle oder hochviskose 2K-Systeme.

E

E-Modul

Mass für die Steifigkeit. Hoher E-Modul bedeutet steif, niedriger nachgiebig.

EDAG

Produktreihe leitfähiger Beschichtungen auf Silber-, Kupfer- oder Graphitbasis, etwa für EMV-Abschirmung.

Elektrogiessharz

Giessharz speziell für den Verguss elektrischer und elektronischer Bauteile. Vereint Isolation und mechanischen Schutz.

EMI/RFI-Shielding

Abschirmung elektromagnetischer und hochfrequenter Störfelder durch leitfähige Schichten, Dichtungen oder Gehäuse.

EMV

Elektromagnetische Verträglichkeit, also Störfestigkeit und geringe Störaussendung. Abschirmung und leitfähige Dichtungen zahlen darauf ein.

Encapsulation / Verkapselung

Umhüllen eines Bauteils mit einer Schutzschicht, ohne ein Gehäuse vollständig auszufüllen. Abgrenzung zum Potting fliessend.

Endfestigkeit

Festigkeit nach vollständiger Aushärtung. Je nach System nach Stunden bis Tagen erreicht.

Entfetter

Reiniger, der Fette und Öle vor Klebung oder Beschichtung entfernt.

Entformzeit

Zeit, nach der ein Formteil oder eine Abformung der Form entnommen werden kann. Abhängig von System, Schichtdicke und Temperatur.

Entgasen

Entfernen eingerührter Luft aus einem Material, meist im Vakuum, für blasenfreien Verguss.

EP-Zusatz

Hochdruckadditiv, das bei hoher Last den Schmierfilm sichert und Verschleiss mindert.

Epoxidharz

Hochfestes, chemikalien- und temperaturbeständiges Reaktionsharz aus Harz und Härter. Hart und in der Regel schwer reparierbar, vielseitig im Verguss, Kleben und Beschichten.

Epoxidklebstoff 1K

Einkomponentig, härtet unter Wärme. Sehr hohe Festigkeit und Medienbeständigkeit, lagert je nach Typ gekühlt.

Epoxidklebstoff 2K

Aus Harz und Härter, härtet bei Raumtemperatur oder beschleunigt unter Wärme. Strukturell hochfest und chemikalienbeständig.

Erstmusterprüfung

Prüfung der ersten Serienlieferung gegen die Spezifikation vor der Freigabe.

Exothermie

Wärme, die ein reagierendes Harz beim Aushärten freisetzt. Bei dicken Schichten kann die Eigenerwärmung kritisch werden.

F

Faserverbund / Composite

Werkstoff aus Harzmatrix und Verstärkungsfaser wie Glas oder Kohlenstoff. Hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, wichtig im Leichtbau.

FDA-Konformität

Eignung eines Materials für Lebensmittelkontakt nach US-Vorgaben. Gilt produktspezifisch.

Festschmierstoff

Feststoff wie MoS2, Graphit oder PTFE, der unter hoher Last und bei Grenzschmierung trägt. Auch als Additiv im Öl.

FIPG

Dichtung, die als Raupe aufgetragen wird und erst nach dem Fügen aushärtet, häufig aus RTV-1 Silikon. Ersetzt vorgefertigte Flachdichtungen, etwa an Gehäusen, Getrieben und Pumpen.

Flanschdichtung

Abdichten plan aufeinanderliegender Flächen, klassisch mit FIPG. Passt sich Toleranzen und Oberflächen an.

Fluorsilikon

Silikon mit fluorierten Seitengruppen und dadurch beständig gegen Treibstoffe, Öle und Lösemittel. Eingesetzt, wo normales Silikon quillt, etwa in Luftfahrt und Kraftstoffsystemen.

Formentrennmittel

Trennmittel speziell für den Formenbau, je nach Matrix für Silikon, Harz oder Beton.

Freigabe / Approval

Kundenseitige Zulassung eines Materials für eine bestimmte Anwendung.

Fugendichtung

Abdichten von Bauteilfugen gegen Wasser, Luft oder Schall. Dehnfähigkeit muss zur Fugenbewegung passen.

G

Gap Filler

Weiche, wärmeleitende Masse, die Luftspalte zwischen Bauteil und Kühlkörper füllt. Verbessert die Entwärmung.

Gebinde

Verpackungseinheit eines Produkts, von der Kartusche bis zum Fass.

Gefahrgut / ADR

Stoffe mit besonderen Transportvorschriften nach ADR. Betrifft Kennzeichnung und Versand.

Gelierzeit

Zeit, bis ein angesetztes Harz vom flüssigen in den gelartigen Zustand übergeht. Markiert das Ende der Verarbeitbarkeit.

Gewindedichtung

Abdichten von Gewinde- und Rohrverbindungen, anaerob oder mit PTFE. Druckdicht und wiederlösbar je nach Typ.

Giessharz

Reaktionsharz zum Abformen und Vergiessen in Formen. Auswahl nach Topfzeit, Härte, Transparenz und Schwindung.

Glasübergangstemperatur (Tg)

Temperatur, bei der ein Polymer von hart-spröde zu zäh-weich wechselt. Oberhalb der Tg ändern sich mechanische und thermische Eigenschaften deutlich.

Globtop

Tropfenförmiger Schutzverguss über einem Chip und seinen Bonddrähten. Schützt empfindliche Verbindungen.

Graphit

Festschmierstoff für hohe Temperaturen, auch wo Öle verkohlen würden.

Grundölviskosität

Viskosität des Grundöls im Fett, massgeblich für Last- und Drehzahlbereich.

H

Haftschmierstoff

Stark haftender, schleuderfester Schmierstoff für offene Antriebe wie Ketten und Zahnräder.

Haftung ohne Primer

Selbsthaftung eines Dichtstoffs ohne separaten Haftvermittler. Untergrundabhängig, im Zweifel mit Test absichern.

Haftungsmodifikator

Additiv oder Vorbehandlung, die die Eigenhaftung eines Silikons oder Klebstoffs auf dem Untergrund verbessert.

Härter

Zweite Komponente, die ein Reaktionsharz vernetzt. Typ und Menge bestimmen Topfzeit, Härte und Endeigenschaften.

Härteverlauf

Zeitlicher und thermischer Ablauf der Aushärtung, etwa Temperatur und Haltezeit.

Hautbildungszeit

Zeit, nach der die Oberfläche eines reagierenden Dichtstoffs oder Silikons klebfrei ist. Temperatur- und feuchteabhängig, Richtwerte laut Datenblatt.

HTV

Festsilikonkautschuk, der unter Wärme vulkanisiert wird. Wird zu Formteilen, Profilen und Schläuchen verarbeitet, meist im Press- oder Spritzverfahren.

Hydrophobierung

Wasserabweisende Ausrüstung einer Oberfläche, etwa zum Schutz vor Feuchte.

I

Industriereiniger

Reiniger für Oberflächen, Werkzeuge und Anlagen in der Fertigung.

Inhibierung

Störung oder Ausbleiben der Härtung platinkatalysierter Silikone durch Kontakt mit bestimmten Stoffen wie Zinnverbindungen, Schwefel, Aminen oder gewissen Kunststoffen und Klebebändern. Vor dem Einsatz empfiehlt sich ein Verträglichkeitstest am Originalmaterial.

IP-Schutzart

Schutzgrad gegen Staub und Wasser, etwa IP67. Verguss und Dichtung tragen dazu bei.

ISO 10993

Normenreihe zur biologischen Beurteilung von Medizinprodukten. Grundlage für biokompatible Silikone und Klebstoffe.

K

Kartusche

Gebinde für den manuellen oder pneumatischen Austrag von Kleb- und Dichtstoffen.

Klarharz / optisches Harz

Transparentes Giessharz für Designobjekte, Einbettungen und LED-Verguss. Brechungsindex und Vergilbungsresistenz sind wichtig.

Kohäsion

Innere Festigkeit des ausgehärteten Klebstoffs selbst. Versagt eine Klebung kohäsiv, reisst der Klebstoff, nicht die Grenzfläche.

Kondensationsvernetzung

Vernetzungstyp von RTV-Silikonen, meist zinnkatalysiert. Bei der Härtung wird ein flüchtiges Nebenprodukt abgespalten, was eine leichte Schrumpfung bewirkt. Robust gegenüber kritischen Untergründen, verbreitet im Werkzeug- und Formenbau.

Konfektionierung

Umfüllen, Abfüllen und Gebindeanpassung nach Kundenbedarf, etwa Sets im richtigen Mischverhältnis.

Kontaktklebstoff

Beidseitig auftragen, ablüften, dann unter Druck fügen. Sofort belastbar, für grossflächige Verklebungen.

Konversionsschicht

Chemisch erzeugte Schutz- und Haftschicht, etwa Phosphatierung vor dem Lackieren.

Korrosionsschutz

Massnahmen und Produkte, die Metall vor Korrosion schützen, vom Ölfilm bis zur Beschichtung.

Korrosionsschutzöl

Bildet einen temporären Schutzfilm gegen Korrosion bei Lagerung und Transport.

Kriechstromfestigkeit (CTI)

Widerstand einer Oberfläche gegen leitfähige Kriechspuren unter Spannung und Feuchte. Höherer CTI bedeutet höhere Sicherheit.

Kühlversand

Temperaturgeführter Versand für kühlpflichtige Produkte wie Platinsilikone.

L

Lagertemperatur

Empfohlener Lagerbereich. Platinsilikone und manche Klebstoffe verlangen Kühlung.

Laminierharz

Harz zum Tränken von Fasergelegen im Faserverbund. Niedrigviskos für gute Faserbenetzung.

Leichtbau-Strukturklebung

Kleben statt Nieten oder Schweissen, um Gewicht zu sparen und Lasten flächig einzuleiten.

Leitfähige Beschichtung

Elektrisch leitende Schicht für Ableitung, Kontaktierung oder Abschirmung.

Leitfähige Silikone

Mit Metallpartikeln gefüllte Silikone, die zugleich dichten und elektromagnetisch abschirmen. Verbreitet in Elektronik, Luftfahrt und Verteidigung.

Low Outgassing

Geringe Ausgasung im Vakuum, wichtig in Raumfahrt und Optik. Bewertet nach ASTM E595, Werte laut Datenblatt.

LSR

Flüssigsilikon, ein additionsvernetzendes Zweikomponentensystem für den Spritzguss. Ermöglicht schnelle, automatisierte Fertigung präziser Silikonteile, auch in medizintauglichen Qualitäten.

M

MIL-Spec

Militärische Spezifikation mit definierten Anforderungen und Prüfungen. Konformität nur mit Nachweis behaupten.

Mineralguss

Mit Mineralpulver hochgefülltes Harzsystem für massive, gussähnliche Teile, etwa Acrystal. Steife, kältewirkende Oberflächen.

Mineralöl

Erdölbasiertes Grundöl für Standardanwendungen. Günstig, mit begrenztem Temperaturbereich.

Mischungsverhältnis

Verhältnis von Basis zu Härter bei Zweikomponentensystemen, etwa 1:1 oder 10:1, nach Gewicht oder Volumen. Genaues Einhalten ist Voraussetzung für die spezifizierten Eigenschaften.

MMA-Klebstoff

Strukturklebstoff auf Methacrylat-Basis, zäh und schlagfest, mit guter Haftung auf GFK, CFK, Aluminium und vielen Kunststoffen. Tolerant gegenüber leicht öligen Oberflächen.

Modul (Dichtstoff)

Spannung, die ein Dichtstoff bei definierter Dehnung aufbaut. Niedermodulige Typen belasten die Haftflächen weniger.

MoS2

Molybdändisulfid, Festschmierstoff für hohe Lasten und Einlaufvorgänge.

mPas

Einheit der dynamischen Viskosität. Wasser hat rund 1 mPas.

MS-Dichtstoff

Dichtstoff auf Silan-modifizierter Basis, elastisch, überlackierbar und geruchsarm. Haftet ohne Primer auf vielen Untergründen.

MS-Polymer

Klebt und dichtet dauerelastisch, ohne Isocyanat und ohne Silikon. Gute Haftung, überlackierbar, witterungsbeständig.

N

Nachvernetzung / Temperung

Wärmenachbehandlung nach der Grundhärtung, um Endeigenschaften, geringe Restreaktivität und niedrige Ausgasung zu erreichen. Bedingungen laut Datenblatt.

NLGI-Klasse

Einteilung der Fettkonsistenz von weich bis fest. Bestimmt Pumpbarkeit und Standfestigkeit.

NSF H1

Registrierung für Schmierstoffe mit zugelassenem, gelegentlichem Lebensmittelkontakt. Gilt produktspezifisch laut Herstellerdokumentation.

NSF H2

Für Anwendungen ohne möglichen Lebensmittelkontakt zugelassen.

O

Oberflächenenergie

Mass für die Benetzbarkeit einer Oberfläche. Niedrigenergetische Kunststoffe wie PP und PE sind ohne Vorbehandlung schwer zu verkleben.

Oberflächenvorbehandlung

Reinigen, Entfetten, Anrauen oder Aktivieren vor dem Kleben. Oft entscheidend für dauerhafte Haftung.

Oberflächenwiderstand

Elektrischer Widerstand entlang einer Oberfläche. Kennwert für ableitfähige oder isolierende Oberflächen.

Obsoleszenz

Abkündigung eines Materials oder einer Marke. Erzwingt Requalifizierung oder eine Zweitquelle.

Offene Zeit

Zeitfenster nach dem Auftrag, in dem noch gefügt werden kann. Wird durch Temperatur und Luftfeuchte beeinflusst.

Optischer Verguss

Transparenter, vergilbungsarmer Verguss für LED, Sensorik und Optik. Brechungsindex und Lichtechtheit sind massgeblich.

P

PAO

Synthetisches Grundöl mit gutem Temperatur- und Alterungsverhalten. Basis vieler moderner Schmierstoffe.

Passivierung

Erzeugung einer dünnen, chemisch beständigen Schutzschicht auf Metall, etwa bei Edelstahl.

PDMS

Polydimethylsiloxan, das häufigste Silikon-Grundpolymer. Basis vieler Silikonöle, Elastomere und Dichtstoffe. Kettenlänge und Vernetzung steuern Viskosität und Härte.

PFPE

Chemisch nahezu inerter Hochleistungsschmierstoff für Hitze, Sauerstoff, Vakuum und aggressive Medien. Sehr beständig, hochpreisig.

Plasmavorbehandlung

Aktiviert und reinigt Oberflächen und erhöht die Oberflächenenergie für bessere Haftung.

Platinkatalysator

Katalysator additionsvernetzender Silikone. Sehr wirksam, aber empfindlich gegen Stoffe, die die Härtung stören (Inhibierung).

Polyesterharz

Laminier- und Giessharz, kostengünstig, mit deutlicher Schwindung und Styrolgeruch. Verbreitet im Bootsbau und in Formteilen.

Polysiloxan

Chemisch korrekter Oberbegriff für Silikone. Das Rückgrat besteht aus alternierenden Silizium- und Sauerstoffatomen mit organischen Seitengruppen, meist Methyl. Aufbau und Seitengruppen bestimmen die Eigenschaften.

Polyurethanharz

Zäh-elastisches bis hartes Giessharz, schlagzäh und vielseitig einstellbar. Geeignet für mechanisch belastete Vergüsse und Formteile.

Polyurethanklebstoff

Zäh-elastischer Kleb- und Dichtstoff für flexible Verbindungen unterschiedlicher Werkstoffe.

Potting

Vollständiges Vergiessen einer Baugruppe in einem Gehäuse. Schützt vor Feuchte, Vibration, Staub und chemischen Einflüssen und isoliert elektrisch.

Primär- und Sekundärdichtung

Zweistufiges Dichtsystem, bei dem eine zweite Dichtung die erste absichert. Verbreitet in anspruchsvollen Gehäusen.

Primer / Haftvermittler

Vorbehandlung, die die Haftung auf einem Untergrund verbessert, je nach System für Metall, Glas, Keramik oder Kunststoff. Auswahl und Ablüftzeit laut Datenblatt.

PTFE

Reibungsarmer Kunststoff, als Festschmierstoff und Additiv sowie in Trennmitteln verwendet.

PVA-Trennmittel

Wasserbasierter Folienbildner als Sperrschicht, besonders bei Polyesterharzen.

Q

Qualifizierung

Nachweis über Tests und Dokumentation, dass ein Material die Anforderungen einer Anwendung erfüllt.

R

REACH

EU-Verordnung zur Registrierung und Beschränkung von Chemikalien, relevant für das SDS.

Reissdehnung

Dehnung, die ein Elastomer oder Klebstoff bis zum Bruch erträgt, in Prozent.

Reparierbarkeit / Rework

Möglichkeit, einen Verguss wieder zu öffnen und Bauteile zu tauschen. Silikonvergüsse sind hier oft im Vorteil, Epoxide selten reparierbar.

RoHS

EU-Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektrogeräten.

RTI

Von UL vergebene thermische Langzeit-Einstufung eines Materials.

RTV

Silikone, die bei Raumtemperatur vernetzen, ohne Wärmezufuhr. Unterschieden werden einkomponentige (RTV-1) und zweikomponentige (RTV-2) Systeme. Typische Anwendungen sind Dichten, Kleben, Verguss und Formenbau.

RTV-1

Einkomponentiges Silikon, das durch Luftfeuchtigkeit von aussen nach innen aushärtet. Ideal für Dichtnähte und Verklebungen mit begrenzter Schichtdicke. Bei dicken Querschnitten härtet der Kern nur langsam durch.

RTV-2

Zweikomponentiges Silikon aus Basis und Härter, das unabhängig von der Luftfeuchtigkeit im gesamten Volumen aushärtet. Erlaubt präzise, schrumpfungsarme Abformungen und Vergüsse auch in dicken Schichten.

Rückprallelastizität

Mass für das elastische Rückstellvermögen, etwa bei Dämpfung.

Rückverfolgbarkeit

Lückenlose Nachverfolgung über Charge und Lieferung. Wichtig in regulierten Branchen.

S

Salznebelbeständigkeit

Korrosions- und Alterungsbeständigkeit im Salznebeltest, wichtig für maritime und Defense-Anwendungen.

Schälfestigkeit

Widerstand gegen Abschälen an der Kante. Klebungen vertragen Schälung deutlich schlechter als Scherung.

Scherfestigkeit

Festigkeit einer Klebung bei Scherbelastung, der für Klebungen günstigsten Belastungsart. Wird in der Konstruktion bevorzugt.

Schmelzklebstoff

Thermoplastisch, wird heiss aufgetragen und bindet beim Abkühlen ab. Schnell und lösemittelfrei, mit begrenzter Wärmebeständigkeit.

Schmierfett

Aus Grundöl, Verdicker und Additiven. Bleibt am Schmierort, gut für offene und schwer zugängliche Stellen.

Schmieröl

Flüssiger Schmierstoff für umlaufende Schmierung, Hydraulik und Getriebe. Die Viskosität bestimmt den Einsatzbereich.

Schockbeständigkeit

Widerstand gegen kurze, hohe Beschleunigungen, etwa bei Transport und Einsatz von Wehrtechnik.

Schraubensicherung

Anaerober Klebstoff, der Verschraubungen gegen selbsttätiges Lösen durch Vibration sichert und zugleich abdichtet. In Festigkeitsklassen von niedrig bis hoch.

Schutzart durch Verguss

Schutz gegen Eindringen von Staub und Wasser, der durch Vollverguss erreicht wird. Trägt zur IP-Einstufung bei.

Schwindung

Volumenverlust beim Aushärten. Geringe Schwindung ist wichtig für Massgenauigkeit und Spannungsfreiheit.

SDS

Sicherheitsdatenblatt mit Angaben zu Gefahren, Schutz und Entsorgung. Gesetzlich vorgeschrieben.

Sensorverguss

Schutz von Sensoren und ihrer Elektronik durch Verguss, mit mechanischer Entkopplung und Medienschutz.

Shelf Life / Haltbarkeit

Lagerfähigkeit ab Herstellung unter definierten Bedingungen. Nach Ablauf sind Eigenschaften neu zu prüfen.

Shore-Härte A

Härtemass für weiche bis mittlere Elastomere, etwa Shore A 10 bis 90. Niedrige Werte sind weich und dehnbar.

Shore-Härte D

Härtemass für harte Elastomere und Kunststoffe, oberhalb des Shore-A-Bereichs.

Silanol

Reaktive Silizium-Hydroxyl-Gruppe (SiOH). Beteiligt an der Kondensationshärtung und an der Haftung von Silikonen auf vielen Untergründen.

Silikon

Sammelbegriff für synthetische Polymere mit einem Grundgerüst aus Silizium und Sauerstoff (Polysiloxane) und organischen Seitengruppen. Silikone vereinen Temperaturbeständigkeit, Elastizität, elektrische Isolation sowie UV- und Witterungsstabilität. Sie kommen als Öle, Fette, Harze, Dichtstoffe und Elastomere vor.

Silikondichtstoff

RTV-1 Dichtstoff zum Dichten und Kleben, dauerelastisch und temperaturbeständig. Je nach Typ neutral oder essigvernetzend.

Silikonemulsion

Wasserbasierte Verteilung von Silikon, lösemittelarm und einfach zu verarbeiten. Verwendet als Trennmittel, Gleitmittel und zur Hydrophobierung.

Silikonfett

Mit Verdicker eingedicktes Silikonöl. Temperaturstabil, oxidationsbeständig und werkstoffschonend gegenüber vielen Kunststoffen und Elastomeren, etwa an Dichtungen und Armaturen.

Silikonharz

Stark vernetzendes Silikon für Hochtemperatur-Beschichtungen und elektrische Isolation. Bildet harte, hitzebeständige Filme.

Silikonkautschuk

Das vernetzte, elastische Silikon (Elastomer). Dauerelastisch, temperaturbeständig und alterungsstabil.

Silikonöl

Lineares, unvernetztes Polysiloxan mit definierter Viskosität. Eingesetzt zum Schmieren, Trennen, Entschäumen und Dämpfen sowie als Grundstoff für Pasten und Emulsionen.

Silikonpaste

Hochgefülltes Silikon mit pastöser Konsistenz für Montage, Dichtung und Trennung. Je nach Typ temperatur- und medienbeständig.

Spaltüberbrückung

Fähigkeit eines Klebstoffs, Spalte zwischen den Fügeteilen zu füllen und auszuhärten. Wichtig bei nicht passgenauen Bauteilen.

Spannungsarm

Eigenschaft eines Vergusses, geringe mechanische Spannung auf empfindliche Bauteile auszuüben. Wichtig bei Temperaturwechselbelastung.

Standfest vs. selbstverlaufend

Beschreibt das Fliessverhalten. Standfeste Typen bleiben an senkrechten Flächen stehen, selbstverlaufende fliessen aus und ergeben glatte Oberflächen.

Standzeit im Mischer

Zeit, bevor ein 2K-System im Statikmischer geliert und diesen verstopft.

Statikmischer

Mischrohr mit feststehenden Wendeln, das 2K-Material beim Austrag ohne bewegte Teile homogenisiert.

Strukturklebstoff

Hochfester, lasttragender Klebstoff als Alternative zu Schweissen oder Nieten. Verbindet Festigkeit mit gewisser Zähigkeit.

Substrat / Fügeteil

Das zu verklebende oder zu beschichtende Material. Werkstoff und Oberfläche bestimmen die Klebstoffwahl.

Syntheseöl

Synthetisch hergestelltes Grundöl, temperaturstabiler und alterungsbeständiger als Mineralöl.

T

TDS

Technisches Datenblatt mit Eigenschaften, Verarbeitung und Grenzwerten. Verbindliche Quelle für die Auswahl.

Thermisch leitfähiger Verguss

Vergussmasse mit Füllstoffen, die Wärme von Bauteilen ableitet. Höhere Leitfähigkeit meist auf Kosten von Viskosität und Elastizität.

Thermomanagement

Gezielte Wärmeabfuhr in Baugruppen über Gap Filler, Pasten und leitfähige Vergüsse.

Thixotropie

Eigenschaft, unter Scherung dünnflüssiger zu werden und in Ruhe wieder zu versteifen. Verhindert das Ablaufen an senkrechten Flächen.

TIM

Oberbegriff für Wärmeleitmaterialien zwischen Wärmequelle und Kühlkörper, etwa Pasten, Pads und Gap Filler.

TML

Gesamter Masseverlust einer Probe im Vakuum nach ASTM E595. Für Low Outgassing meist Grenzwert 1 Prozent.

Topfzeit

Zeitspanne, in der ein angemischtes Zweikomponentensystem verarbeitbar bleibt. Stark abhängig von Temperatur und Ansatzmenge, Richtwerte laut Datenblatt.

Trennlack / Versiegelung

Versiegelt poröse Formen, bevor das eigentliche Trennmittel aufgetragen wird.

Trennmittel

Verhindert das Anhaften bei Guss und Abformung und sichert die saubere Entformung.

Trennwachs

Wachsbasiertes Trennmittel, das aufpoliert wird und glänzende Oberflächen liefert.

Tropfpunkt

Temperatur, bei der ein Fett flüssig wird. Richtwert für die obere Einsatztemperatur.

U

UAV / Drohne

Unbemanntes Fluggerät. Materialthemen sind leichter Verguss, Strukturkleben, Dichten und Sensorschutz.

UL94

Klassifizierung der Brennbarkeit von Kunststoffen, etwa V-0, V-1, HB. Wichtig in Elektronik und Bahn.

Underfill

Dünnflüssiges Harz, das den Spalt unter Flip-Chip- oder BGA-Bauteilen füllt. Verteilt mechanische Spannungen und erhöht die Zuverlässigkeit.

USP Class VI

Biokompatibilitätsklasse der US-Pharmakopöe, häufig für medizintaugliche Polymere angegeben.

UV-Beständigkeit / Lichtechtheit

Widerstand gegen Vergilben und Abbau durch UV-Strahlung. Silikone sind hier meist im Vorteil.

UV-Härtung (Gerät)

Lampen oder Kammern, die UV-Klebstoffe und -Lacke aushärten. Wellenlänge und Dosis müssen zum Material passen.

UV-Klebstoff

Härtet unter UV- oder sichtbarem Licht in Sekunden. Für transparente Fügeteile in Glas, Optik und Elektronik, benötigt Lichtzugang zur Klebefuge.

V

Vakuummischen

Anmischen unter Vakuum, um Lufteinschlüsse von vornherein zu vermeiden.

Vakuumverguss

Vergiessen unter Vakuum, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Wichtig bei Hochspannung und dichten Baugruppen.

Verarbeitungstemperatur

Empfohlener Temperaturbereich von Material und Bauteil bei der Verarbeitung.

Vergussmasse

Aushärtende Masse auf Epoxid-, Polyurethan- oder Silikonbasis zum Vergiessen. Auswahl nach Temperatur, Härte, Wärmeleitfähigkeit und Reparierbarkeit.

Vernetzer

Komponente, die die dreidimensionale Netzwerkbildung von Silikon oder Harz auslöst. Art und Menge beeinflussen Härte, Elastizität und Härtegeschwindigkeit.

Vernetzungsdichte

Mass für die Anzahl der Netzwerkverknüpfungen. Höhere Dichte bedeutet meist höhere Härte und geringere Dehnung.

Vibrationsdämpfung

Schutz von Bauteilen vor Schwingungen durch elastische Vergüsse und Klebungen.

Viskosität

Mass für die Zähigkeit eines Fluids. Bestimmt Verarbeitung, Fliess- und Tropfverhalten.

Volumenwiderstand

Elektrischer Widerstand durch das Materialvolumen. Hohe Werte kennzeichnen gute Isolatoren.

Volumetrische Dosierung

Mengengenaues Dosieren unabhängig von Druck und Viskosität, etwa über Schnecke oder Kolben.

Vulkanisation

Aushärtung eines Silikons oder Kautschuks zum elastischen Netzwerk. Je nach System bei Raumtemperatur (RTV) oder unter Wärme (HTV).

W

Walkpenetration

Mass für die Konsistenz eines Fetts nach mechanischer Beanspruchung.

Wärmeausdehnungskoeffizient (CTE)

Mass, wie stark sich ein Material je Grad ausdehnt. Grosse Unterschiede zwischen Verguss und Bauteil erzeugen Spannungen.

Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert)

Mass, wie gut ein Material Wärme ableitet, in W/mK. Höhere Werte bedeuten bessere Entwärmung.

Wärmeleitpaste

Nicht aushärtendes, wärmeleitendes Medium für den Übergang Bauteil zu Kühlkörper. Dünn und gleichmässig aufzutragen.

Wasseraufnahme

Feuchte, die ein Material aufnimmt. Beeinflusst Isolation, Mass und Festigkeit.

Weiterreissfestigkeit

Widerstand eines Elastomers gegen Weiterreissen ab einer Kerbe. Wichtig bei dünnwandigen Formen.

Welle-Nabe-Verbindung

Anaerobes Fügen zylindrischer Passteile wie Lager, Buchsen und Wellen. Überträgt hohe Kräfte ohne Pressverband.

Z

Zeit-Druck-Dosierung

Dosiermenge über eingestellten Druck und Öffnungszeit. Einfach, aber temperatur- und viskositätsabhängig.

Zugfestigkeit

Festigkeit bei senkrecht ziehender Belastung. Wichtiger Materialkennwert von Klebstoffen, Elastomeren und Harzen.

Zweitquelle / Second Source

Alternativer, qualifizierter Lieferant für Liefersicherheit, etwa Elkem als Alternative zu Dow, Wacker oder Momentive.

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