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Statikmischer richtig auswählen: Helix, Quadro, Elementzahl und Verhältnis

Statikmischer richtig auswählen: Helix, Quadro, Elementzahl und Verhältnis

Der Statikmischer entscheidet mit darüber, ob ein 2K-Material homogen austritt. Bauart, Elementzahl, Durchmesser und das passende Mischungsverhältnis müssen zum Material und zum Austraggerät passen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie den richtigen Mischer wählen.

Auf den Punkt: der passende Mischer in vier Fragen

  1. Welches Mischungsverhältnis hat das Material (1:1, 2:1, 4:1 oder 10:1)?
  2. Wie zäh ist es und welcher Volumenstrom ist nötig (Durchmesser)?
  3. Wie kritisch ist die Mischgüte (Elementzahl)?
  4. Welcher Anschluss passt zu Kartusche und Gerät?

Wie ein Statikmischer funktioniert

Ein Statikmischer besteht aus einem Rohr mit feststehenden Mischelementen. Beim Durchpressen wird das Material wiederholt geteilt, umgelenkt und neu zusammengeführt. Mit jeder Stufe steigt die Zahl der Schichten, das Material wird homogener. Es gibt keine beweglichen Teile, die Mischenergie kommt allein aus dem Auspressdruck.

Helix oder Quadro: zwei Bauarten

Zwei Bauarten sind verbreitet. Der Helix-Mischer (zum Beispiel die MFH-Reihe) nutzt schraubenförmige Elemente, die das Material abwechselnd umlenken. Der Quadro-Mischer (zum Beispiel MFQ und MFQX) arbeitet mit kammerartigen Elementen und erzielt die Durchmischung häufig auf kürzerer Baulänge, was Material im Mischer und damit Verschnitt sparen kann. Welche Bauart passt, hängt von Material, Verhältnis und Anforderung ab. Massgeblich sind die Vorgaben aus Material- und Mischerdatenblatt.

MerkmalHelix (MFH)Quadro (MFQ und MFQX)
Elementeschraubenförmigkammerartig
Baulängetendenziell längeroft kürzer bei gleicher Mischgüte
Stärkebewährter Allrounderkompakt, auch für hohe Verhältnisse

Elementzahl und Durchmesser

Zwei Kennwerte prägen den Mischer. Die Elementzahl bestimmt die Mischgüte: mehr Elemente bedeuten gründlichere Durchmischung, aber auch mehr Verschnitt und höheren Auspressdruck. Der Durchmesser richtet sich nach Volumenstrom und Viskosität, dünnflüssige Materialien und kleine Mengen brauchen kleine Durchmesser, zähe Materialien und grosse Mengen grössere. In der Typenbezeichnung sind Durchmesser und Elementzahl meist codiert, etwa bei MFQ 5.3-24 oder MFH 08-24. Im Zweifel hilft das Datenblatt oder unsere Beratung.

Das Mischungsverhältnis muss zum Mischer passen

Mischer sind auf bestimmte Verhältnisse ausgelegt. Ein 10:1-Material verlangt eine andere Einlauf- und Elementgeometrie als ein 1:1-Material, damit die kleine Komponente sicher eingebunden wird. Für hohe Verhältnisse gibt es eigene Typen, etwa den MFQX 8.7-24 für 10:1. Ein zum Verhältnis unpassender Mischer mischt unzureichend, auch wenn Verhältnis und Gerät sonst stimmen.

Mischer und Kartusche als System

Mischer, Kartusche und Austraggerät bilden ein System. Der Anschluss, etwa Bajonett oder Gewinde, muss passen, sonst sitzt der Mischer nicht dicht. Innerhalb einer Reihe sind die Komponenten aufeinander abgestimmt. Beim Wechsel von Material oder Verhältnis ist zu prüfen, ob auch der Mischer wechselt.

Auswahlhilfe

SituationHinweis
Hohes Verhältnis (10:1)Mischertyp für hohe Verhältnisse, etwa die MFQX-Reihe
Wenig Verschnitt gewünschtkurze Baulänge, Quadro prüfen
Zähes Material oder grosse Mengegrösserer Durchmesser
Kleine, feine Mengenkleiner Durchmesser, gegebenenfalls Spritzendosierung
Höchste Mischgütehöhere Elementzahl

Typische Fehler bei der Mischerwahl

  • Mischer zu kurz oder zu wenige Elemente: das Material bleibt untermischt.
  • Mischer passt nicht zum Mischungsverhältnis.
  • Falscher Durchmesser: zu hoher Druck oder ungleichmässiger Austrag.
  • Anschluss passt nicht zur Kartusche.
  • Mischer nach Ablauf der Topfzeit weiterverwendet.

Welcher Mischer zu Ihrem Material und Verhältnis passt, klären wir gerne anhand des Datenblatts.

Statikmischer richtig auswählen: Helix, Quadro, Elementzahl und Verhältnis
SILITECH AG, Florian Liechti 16. Juni 2026
2K richtig dosieren und mischen: Kartusche, Statikmischer und Mischungsverhältnis