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Lichtquelle · Lichtweg · Schichtdicke

UV-Klebstoffe

Sichtbares Licht allein beweist keine ausreichende UV-Leistung.

Produkt und Anwendung

Wähle das System, damit nur passende Prüfschritte erscheinen. Ohne Angabe bleibt die Prüfung allgemein.

Alle Prüfschritte dieses Leitfadens – auch ohne den geführten Ablauf nutzbar.

Begriffe kurz erklärt
Handfestigkeit
Die Teile lassen sich vorsichtig handhaben. Die Verbindung ist noch nicht zwingend voll belastbar.
Vollständige Aushärtung
Die für das Produkt vorgeschriebenen Härtungsbedingungen und Zeiten wurden eingehalten.
Klebespalt
Abstand zwischen den beiden Fügeflächen, nicht die Länge der Klebenaht.
Topfzeit und Düsenstandzeit
Verarbeitbarkeit einer angemischten Menge und Verarbeitbarkeit in der Mischdüse getrennt prüfen.
Härtet nicht vollständig 4 Prüfschritte

Prüfe Lichtquelle, Lichtdurchgang und die tatsächliche Fuge.

1 · UV-Messprotokoll

Sind Lichtquelle und Belichtung an der tatsächlichen Klebstelle dokumentiert?

Sichtbares Licht allein belegt keine ausreichende Bestrahlung. Die Messung muss zur Lichtquelle passen.

  • Wellenlänge (nm), Bestrahlungsstärke (mW/cm²), Belichtungszeit (s), Abstand und gegebenenfalls Dosis (J/cm²) dokumentieren.
  • Geeignetes Messgerät verwenden. Sollwerte mit dem Produktdatenblatt und den Angaben zur Anlage abgleichen; Schatten und Lichtdurchgang berücksichtigen.
2 · Lichtleistung

Liefert die Lichtquelle am Bauteil die erforderliche Leistung und Wellenlänge?

Alternde Leuchtmittel können trotz sichtbarem Licht zu wenig wirksame Strahlung liefern.

  • Ausgangsleistung und Lebensdauer prüfen; bei Bedarf Leuchtmittel ersetzen.
  • Abstand und Belichtungszeit mit den Produktvorgaben abgleichen.
3 · Lichtweg

Erreicht die passende Strahlung den Klebstoff durch das Bauteil?

UV-stabilisierte Kunststoffe, Beschichtungen und Schattenzonen können die Strahlung blockieren.

  • Vergleichsprobe zwischen geeigneten Glasscheiben prüfen. Härtet sie dort, den Lichtdurchgang des realen Bauteils untersuchen.
  • Passende Wellenlänge oder ein geeignetes Dual-Cure-System prüfen. Die Quelle nennt UV630/UV640 als Beispiele für bestimmte Kunststoffe.
4 · Schicht & Bewegung

Liegt die Schichtdicke im zulässigen Bereich und bleibt die Fuge geschlossen?

UV-Härtung hat eine begrenzte Tiefe. Bewegung kann Luft und rissartige Strukturen erzeugen.

  • Schichtdicke, Schatten und Fixierung prüfen. Schichtweisen Aufbau nur nach Produktvorgabe vorsehen.
  • Klebrigen Überschuss getrennt von der Fuge beurteilen: Sauerstoff kann die Oberflächenhärtung hemmen.
Luftblasen 2 Prüfschritte

Transport, Schütteln und ungünstiger Auftrag können Luft einschliessen.

1 · Handhabung

Wird das Gebinde ohne unnötiges Schütteln verarbeitet?

Bei zähflüssigen Produkten steigen Luftblasen nur langsam auf.

  • Material ruhen lassen; geeignete Vibration oder Vakuumentgasung prüfen.
2 · Auftrag

Kann die Luft beim Zusammenfügen nach aussen entweichen?

Ein geschlossener Klebstoffring am Rand kann Luft in der Mitte einschliessen.

  • Bei geeigneter Geometrie zentral dosieren und das zweite Teil langsam auflegen.
  • Nass wieder auseinandergezogene Flächen reinigen und neu ansetzen. Eine passende niedrigere Viskosität prüfen.
Weissfärbung unter Belastung 2 Prüfschritte

Stark belastete UV-Verbindungen können sichtbar weiss werden.

1 · Belastung

Wird die Verbindung erst nach ausreichender Aushärtung innerhalb ihrer Einsatzbedingungen belastet?

Zu frühe Belastung, Schälkräfte, Medien oder unterschiedliche Wärmeausdehnung können eine zunächst gute Verbindung schwächen.

  • Wartezeit bis zur Belastung mit dem Produktdatenblatt abgleichen.
  • Fugengeometrie, Temperatur, Chemikalien und Feuchte im realen Einsatz erfassen.
  • Bei Schälbelastung oder unterschiedlichen Werkstoffen zähere beziehungsweise flexiblere Systeme mit der Anwendungstechnik prüfen.
2 · Optische Anforderung

Wurde die optische Stabilität unter realer Belastung geprüft?

Die Quelle nennt UV6160 als mögliche Alternative für optische Klarheit.

  • Belastung und Bruchbild dokumentieren.
  • Geeignete Type mit der Anwendungstechnik prüfen; Transparenz im realen Aufbau testen.
Klebstoff läuft aus der Fuge 3 Prüfschritte

Viskosität und Reaktionsgeschwindigkeit müssen zur Geometrie passen.

1 · Auftrag & Fixierung

Wird ausreichend Klebstoff an der richtigen Stelle aufgetragen und die Fuge während der Härtung ruhig gehalten?

Lücken im Auftrag, falsche Kontaktstellen und Bewegungen während der Härtung können örtliche Ausfälle erklären.

  • Dosierung und tatsächliche Benetzung der Kontaktfläche prüfen.
  • Fixierung bis zur erforderlichen Festigkeit beibehalten; auf Luftspalte und aufgerissene Strukturen achten.
  • Fehlerquote und Verteilung dokumentieren. Einzelne Ausfälle können auf schwankende Prozessbedingungen hinweisen.
2 · Verbleib in der Fuge

Bleibt genügend Material bis zur Härtung in der Kontaktzone?

Auslaufendes Material kann unzureichende Benetzung hinterlassen.

  • Passende höhere Viskosität oder schnellere Härtung prüfen.
  • Dosierung und Einbaulage überprüfen.
3 · Belastung

Wird die Verbindung erst nach ausreichender Aushärtung innerhalb ihrer Einsatzbedingungen belastet?

Zu frühe Belastung, Schälkräfte, Medien oder unterschiedliche Wärmeausdehnung können eine zunächst gute Verbindung schwächen.

  • Wartezeit bis zur Belastung mit dem Produktdatenblatt abgleichen.
  • Fugengeometrie, Temperatur, Chemikalien und Feuchte im realen Einsatz erfassen.
  • Bei Schälbelastung oder unterschiedlichen Werkstoffen zähere beziehungsweise flexiblere Systeme mit der Anwendungstechnik prüfen.
Zu geringe Festigkeit 3 Prüfschritte

Grenze zuerst das Bruchbild ein und prüfe danach Oberfläche, Auftrag und Belastung.

1 · Oberfläche

Sind die tatsächlichen Werkstoffe sauber, trocken und passend vorbereitet?

Öl, Trennmittel, Lacke und schwache Oxidschichten können die Haftung beeinträchtigen. Auch ein Lieferantenwechsel kann die Oberfläche verändern.

  • Werkstoff und Legierung beziehungsweise Kunststoffmischung feststellen. Lieferant nach Änderungen an Trennmitteln, Weichmachern und Beschichtungen fragen.
  • Reinigungsverfahren auf den Werkstoff abstimmen und Reiniger vollständig verdunsten lassen. Strahlmittel auf Sauberkeit und Zustand prüfen.
  • Nach der Vorbehandlung zeitnah kleben und erneutes Berühren oder Oxidieren vermeiden. Benetzbarkeit bei Bedarf mit geeigneten Prüfmitteln untersuchen.
2 · Auftrag & Fixierung

Wird ausreichend Klebstoff an der richtigen Stelle aufgetragen und die Fuge während der Härtung ruhig gehalten?

Lücken im Auftrag, falsche Kontaktstellen und Bewegungen während der Härtung können örtliche Ausfälle erklären.

  • Dosierung und tatsächliche Benetzung der Kontaktfläche prüfen.
  • Fixierung bis zur erforderlichen Festigkeit beibehalten; auf Luftspalte und aufgerissene Strukturen achten.
  • Fehlerquote und Verteilung dokumentieren. Einzelne Ausfälle können auf schwankende Prozessbedingungen hinweisen.
3 · Belastung

Wird die Verbindung erst nach ausreichender Aushärtung innerhalb ihrer Einsatzbedingungen belastet?

Zu frühe Belastung, Schälkräfte, Medien oder unterschiedliche Wärmeausdehnung können eine zunächst gute Verbindung schwächen.

  • Wartezeit bis zur Belastung mit dem Produktdatenblatt abgleichen.
  • Fugengeometrie, Temperatur, Chemikalien und Feuchte im realen Einsatz erfassen.
  • Bei Schälbelastung oder unterschiedlichen Werkstoffen zähere beziehungsweise flexiblere Systeme mit der Anwendungstechnik prüfen.

Deutsch aufbereitet nach dem archivierten Permabond-Leitfaden troubleshooting-uv-curables.md. Produktspezifische Werte und Verfahren immer mit dem zugehörigen technischen Datenblatt abgleichen.